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Sieht so minderwertiger Wald aus?!

Die Freiflächen sind ein Muß! für Greifvögel!.

Dort jagen sie ihre Beute und bringen im Sommer den Jungtieren bei, wie man sich Futter erjagt. Die Bilder machen ebenfalls deutlich das die Konzentrationszone mitten im Wald liegt und nicht wie immer behauptet am Waldrand. Der Standort der Winräder wären die beiden Freiflächen und dann weiter nach rechts und somit noch weiter in den Wald!

 

Im Energieatlas NRW vom 23.5.2017 setzt sich die Fläche des Birgeler Waldes von 54,1 ha zusammen aus 11,1 ha Nadelwald, 25,5 ha Mischwald, 7,8 ha Laubwald , 5,1 ha Weihnachtsbaumkultur und Flächen für Äcker und Wege.

 

Die Besonderheit in der Wertigkeit des Birgeler Waldes liegt in der Einzigartigkeit des Zusammenwirkens landschaftlich prägender Elemente der Bewaldung.

Der Nadelwald nimmt nur etwa ein Fünftel der Waldfläche ein, er ist anders als gemeinhin Nadelwälder zu erscheinen pflegen, von alten und sehr alten, Bäumen besetzt, die nicht mehr dunkel und eintönig wirken, sondern aufgrund ihres hohen Wuchses und ihrer weit empor ragenden Beastung genügend Tageslicht hereinlassen und großzügig und großartig wirken. Dies gilt für den alten Kiefernbestand, ebenso für die mit Lärchen bestandenen Bereiche. Auch unter den Fichten befinden sich ältere, lichte Standorte.

 

Der weitaus überwiegende Teil des Birgeler Waldes besteht aus Misch- und Laubwald. In vielen Bereichen stehen starke Einzelbäume oder Baumgruppen, vor allem Eichen und Buchen, beides wertvolle Gehölzarten.

 

Das Urwaldgebiet zwischen Wildenrath, Rödgen, Wassenberg-Birgelen und Niederländischer Grenze bildet neben dem nördlich angrenzenden Dalheimer Busch und dem Niederländischen Nationalpark De Meinweg  eines der leisesten Waldgebiete innerhalb des Nationalparks Maas-Schwalm-Nette, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet im Umkreis von 50 km. Die Konzentrationszone liegt umgeben von 3 Fauna Flora Habitat Gebieten ( Natura 2000).

 

Wir sind der Meinung, dass dieser Wald ein Alleinstellungsmerkmal im Kreisgebiet ist. Wassenberg verfügt über einen Waldanteil an der gemeindlichen Fläche von 30 %, während der Waldanteil auf Kreisebene bei ca. 11 % liegt. Dem Birgeler Wald kommt damit eine besondere Bedeutung für die Landschaftsprägung zu, die schon Seltenheitswert hat und deshalb besonders schutzbedürftig und erhaltenswürdig im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes ist.

 

 

Hier mal ein wenig Geschichte:

 

Das gesamte Gebiet des Birgeler Waldes ist von außergewöhnlich hoher Wertigkeit als Kulturlandschaft geprägt, zurückgehend auf den historischen Ursprung als Allmende-Gebiet, das vom Mittelalter bis zum Jahre 1815 im gemeinschaftlichen Eigentum von 14 deutschen und niederländischen Gemeinden stand und auch heute noch dank der Erinnerung an diese Historie und aufgrund der ökologischen Struktur als Biotopverbund von den Gemeinden beiderseits der Grenze, vom Zweckverband Deutsch-Niederländischer Naturpark Maas-Schwalm-Nette, von der Gemeinde Roerdalen und vom Nationaal Park De Meinweg als naturhistorisches Alleinstellungsmerkmal nachhaltig und sehr kostenintensiv erhalten und zukunftsfähig gemacht wird. Ungeachtet heutiger Staatsgrenzen sind sich die Menschen beiderseits der Grenze in europäischem Verständnis der hochwertigen Kulturlandschaft bewußt und fühlen sich der Historie, die ein halbes jahrtausend umfaßt, verpflichtet.

 

 

PRESSEMITTEILUNG  2018

 

Zur Ausweisung einer Konzentrationsfläche für Windenergie in Wassenberg nimmt die BI „Rettet den BIRGELER URWALD“ wie folgt Stellung:

 

Still und heimlich hat die Stadt Wassenberg in der letzten Woche im Amtsblatt die Genehmigung der Bezirksregierung zur Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt mit der Ausweisung einer Konzentrationsfläche für Windenergie veröffentlicht. Damit ist die vom Rat beschlossene Änderung des FNP in Kraft. Mit der Festlegung dieser Fläche hat die Stadt festgelegt, wo in Wassenberg künftig prinzipiell Windräder gebaut werden dürfen. Im übrigen Gemeindegebiet kann die Gemeinde es nach Ausweisung dieser Windkonzentrationszone jetzt einfach ausschließen.

 

Die BI betont, dass die Konzentrationszone keine Baugenehmigung für Windräder darstellt. Dazu muss erst ein Bauantrag für jede einzelne Anlage gestellt werden. Da es sich um große Industrie-anlagen handelt, werden für WEA so genannte Immissionsschutzverfahren (IMS-Verfahren) durchgeführt. In diesen Verfahren werden die von WEA ausgehenden Gefahren und Emissionen nach strengen Standards geprüft. Abwägungen aus politischen Gründen, wie sie bei den Beratungen der Stadt stattfanden, sind im IMS-Verfahren nicht möglich.

 

Erst im IMS-Verfahren können viele Punkte genau geprüft werden, u.a. da erst dann die genauen Standorte und Anlagentypen und –maße bekannt sind. Die Stadt Wassenberg hat im FNP-Änderungsverfahren als Antwort zu zahlreichen Einwendungen genau darauf verwiesen, dass die angesprochenen Kritikpunkte erst im IMS-Verfahren geklärt werden können. Dies gilt etwa für die Punkte Standsicherheit in einem alten Bergbau– und Erdbebengebiet, Folgen für die seismologischen Stationen (Kinderdorf Dalheim und Rathaus Wassenberg), Brandschutz bei ca. 200 Meter hohen Anlagen mitten in einem trockenen Wald, zu rodende und waldfrei zu haltende Fläche, Artenschutz und Biotopverbund, etc.

 

Der Eingriff in das Landschaftsbild ist aufgrund der extrem hohen Anlagen nicht kompensierbar. Dazu trägt auch der stark exponierte Standort oberhalb des Rurtals bei. Dort errichtete Anlagen sind im ganzen Kreis Heinsberg, in Roerdalen, Meinweggebiet und Niederkrüchten sichtbar.

 

Auch das Thema Lärmemissionen und Belastung der Bevölkerung durch Lärm, Erschütterungen und Infraschall kann erst nach der Festlegung von Standorten und Anlagentyp vollständig bewertet werden. Die BI weist darauf hin, dass die Lärmemissionen aufgrund eines Gerichtsurteils und eines Erlasses der Landesregierung nach einem neuen Verfahren berechnet werden müssen (Interims-verfahren). Dadurch könnten sich größere notwendige Abstände von WEA zu Wohngebäuden ergeben.

 

Für die BI „Rettet den Birgeler Wald“ ist der Kampf gegen Windenergieanlagen im Birgeler Wald daher noch lange nicht verloren. Zunächst müssen die alten Antragsunterlagen für die bislang beantragten vier WEA überarbeitet und um weitere Gutachten ergänzt werden. Die BI fordert aufgrund des wertvollen Waldes und der flächigen Schutzgebiete in der Umgebung die Durchführung einer großen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Darin wird es eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung geben, die mit Sicherheit zu vielen Einwendungen führen und damit sehr aufwändig wird. Sollte der Kreis Heinsberg dann doch WEA im Birgeler Wald genehmigen, können BI, Privatleute und Naturschutz-verbände diese Entscheidung vor Gericht beklagen. Mehrere Personen und Institutionen haben bereits angekündigt, im Falle einer Genehmigung von WEA im Birgeler Wald die Möglichkeit einer Klage zu prüfen.

 

Die Zeit arbeitet derzeit für den Wald: Die Landesregierung möchte den Bau von WEA im Wald einschränken und für Windstrom wird zunehmend weniger Vergütung gezahlt. Und etwa ab 2019/20 wird die Photovoltaik in Deutschland die günstigste Energiequelle von allen sein.

 

 

 

Keine Windräder in den Birgeler (Ur) Wald/ Dalheimer Wald!

Diese Seite spiegelt unsere persönliche Meinung über Windkraft im Wald wieder und dieses Zitat von Reinhold Messner bringt es auf den Punkt:

 

"Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört was man eigentlich durch sie bewahren will!"

 

 

 Unsere Bürgerinitiative hat sich am 03.10.2016 zusammen geschlossen, um sich gegen den Bau von 4 Windrädern im Birgeler Urwald (Stadt Wassenberg, Kreis Heinsberg) zu wehren!

 

 Die Konzentrationsfläche im Birgeler Wald

 

Gibt es in einer Kommune eine oder mehrere Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen , dürfen diese auch nur dort gebaut werden

 

Die Stadt Wassenberg hat eine 540.000 m² große Konzentrationsfläche für den Bau von Windenergieanlagen auf Grundlage einer Potentialanalyse ausgewiesen.

 

Wer das Märchen Sterntaler nicht kennt....kann es hier

lesen!  Sterntaler

 

Hier sollen 4 Windräder errichtet werden, 200 Meter hoch, die Fläche wäre auch ausreichend für 6 oder mehr Windräder.

 

Mitten im Birgeler Urwald, auch manchmal als Wildenrather Wald bezeichnet. Nördlich grenzt die Konzentrationsfläche direkt an den Dalheimer Wald (Dalheimer Busch), gleichzeitig ist das die Grenze zwischen Wassenberg und Wegberg.

                                                                       Der Birgeler Urwald

 

 Zitat des Kreises Heinsberg, Amt für Umwelt und Verkehrsplanung, aus der Stellungnahme zur Konzentrationszone:

 

Gerade das Areal, in dem sich die favorisierte Potentialfläche „Birgeler Wald" befindet, ist für die Erholungsfunktion, insbesondere für Wanderer und Radwanderer von herausragender Bedeutung. Es ist das einzig größere Waldgebiet im Kreis Heinsberg, welches zu den unzerschnittenen Landschaftsräumen der Kategorie > 10 km2 gehört. Es ist von den Naturschutz- und FFH Gebieten an Schaagbach und Helpensteiner Bach umgeben. In dem NSG Helpensteiner Bach befindet sich eine Naturwaldzelle, die somit nur rund 800 m von den Windenergieanlagen entfernt wäre. Dass durch die geplante Vorrangzone ein zertifizierter Premium- Wanderweg mit der Bezeichnung „Birgeler Urwald" verläuft, der mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, hätte einer angemessenen Erwähnung in der Potenzialstudie bedurft. Der Birgeler Wald muss demnach sicher als Erholungsgebiet mit erkennbarer Tendenz zur überregionalen Bedeutung eingestuft werden. Er wird stark von Besuchern aus den Räumen Düsseldorf, Mönchengladbach und Aachen aufgesucht“

 

Das trifft genau die Vorzüge des Bigeler Urwaldes.

 

Das Urwaldgebiet zwischen Wildenrath, Rödgen, Wassenberg-Birgelen und Niederländischer Grenze bildet neben dem nördlich angrenzenden Dalheimer Busch und dem Niederländischen Nationalpark De Meinweg  eines der leisesten Waldgebiete innerhalb des Nationalparks Maas-Schwalm-Nette, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet im Umkreis von 50 km. Selten Flugzeuge, Eisenbahn und Autoverkehr sind auch kaum wahrnehmbar. Um in den Genuss einer ähnlichen Erholung für die Ohren zu kommen, muss man fast doppelt so weit fahren, Massenhaft Flugzeuge, Schienen- und Autoverkehr sorgen in den nächstgelegenen großen Wäldern hinter dem Ballungsraum Köln-Düsseldorf, und auch am Anfang der Eifel, für eine erhebliche Grundlautstärke, der Erholungseffekt ist nicht mit dem im Birgeler Wald zu vergleichen.

 

Dazu sorgt eine Tier- und Pflanzenvielfalt, inklusive zahlreicher Fledermausarten, z.B. dem kleinem Abendsegler, zusammen mit den verschiedensten Wald-Facetten bis hin zum Urwald-Gefühl für wirkliche Erholungserlebnisse bei kurzen Spaziergängen, Fledermaus- Nachtwanderungen, langen Wanderungen oder Radwanderungen. Da es hier, anders als in den Ballungsraum-Wäldern keine wirklichen Berge gibt, eher Minihügel, ist das auch älteren Menschen, Untrainierten oder Kindern problemlos möglich. Versuchen Sie einmal mit der Familie eine Radtour durchs Siebengebirge das Bergische Land oder die Eifel. Und nur über Felder, ganz ohne Schatten und und ohne jeglichem Schutz vor dem Wind, macht das im Sommer keinen Spaß. Verspritzen die Bauern gerade Gifte auf den Feldern, ist es dazu Gesundheitsschädigung statt Erholung. Von Wegberg nach Roermond oder bis Venlo und die schönen Orte dorthin, wo noch kann man mit dem Rad durch den Wald so viele schöne Orte bei einem Tagesausflug erreichen?

 

Diese ganz seltene Kombination ist ein Kapital, welches von den meisten Gemeinden, besonders von Wassenberg, vollkommen unterschätzt wird. Viele Menschen haben das aber erkannt und leben aus diesen Gründen hier oder ziehen deshalb hierher. Oder kommen nur als Erholungstouristen, mit einem großen Einzugsbereich von weit über einer Million Menschen, wie auch bereits im Zitat oben erwähnt. Mit Potential deutlich nach oben.

 

Dieses Tourismuspotential ist aber noch weitgehend ungenutzt. Hier müssen Ideen entwickelt werden, dieses Erholungssuchenden Menschen zu vermitteln.

 

Die Mutter-Kind Klinik/ Sanatorium Haus Waldquelle in Dalheim wird aktuell erweitert, und das Maharishi-Meditationszentrum auf Niederländischer Seite mit inzwischen durchschnittlich 400 Menschen sind weitere Indizien für die Besonderheit dieser Waldlage.

 Das alles ist Wassenberg bereit zu ändern!

 

 

 

 

 

 

Im August 2016 hat das Umweltministerium noch diese Broschüre herausgegeben:

Die Naturparke Nordrhein-Westfalens - Naturschutz · Naturerbe · Naturerleben

Der Naturpark Schwalm-Nette wird ab Seite 86 beworben:

https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/Broschueren/naturparke_nrw.pdf

 

 

 

 

 

Damit wirbt die Stadt Wassenberg auf Ihrer Seite!

Und auch mit ihrem Premium - Wanderweg "Birgeler Urwald"

Natura 2000

Bilder vom Wald, den wir gar nicht minderwertig finden: